Reformation in der Neumark unter Hans von Küstrin

27.10.2016
Vorschaubild : Reformation in der Neumark unter Hans von Küstrin
Markgraf Johann von Brandenburg war der jüngere Sohn von Kurfürst Joachim I. von Brandenburg. Um ihm einen eigenen Herrschaftsbereich zu verschaffen und ihn damit unabhängig von seinem älteren Bruder zu machen, bestimmte Kurfürst Joachim I. in seinem Testament, dass Markgraf Johann über die Neumark und die Herrschaftsgebiete der brandenburgischen Hohenzollern in der Niederlausitz erhalten sollte. 1535 trat Johann diese Herrschaft an.

 

Wie sein älterer Bruder Joachim II., der nun Kurfürst und Familienoberhaupt war, hatte er sich seit den 1520er Jahren der Reformation geöffnet und nutzte seine Freiheit als Reichsfürst, die kirchliche Erneuerung in Angriff zu nehmen. Nach außen sicherte er den Übergang zur Reformation durch den Beitritt zum Schmalkaldischen Bund ab. Im Inneren begann 1536 eine schrittweise Kirchenerneuerung nach dem Vorbild der Wittenberger Reformation.

 

Anders als sein Bruder, der als Kurfürst und Herrscher eines großen und wichtigen Territoriums zahlreiche politische Rücksichten nehmen musste und seinen reformatorischen Glauben mit traditionalistischer Frömmigkeit verband, war Markgraf Johann bei der Umsetzung der kirchlichen Reformen kompromissloser und konsequenter.

 

Am Reformationstag (31.10.2016) wird es im Rahmen meiner Stadtführung einen kleinen Vortrag zur Konfessionspolitik des Hans von Küstrin geben. Ich freue mich über Ihre Teilnahme. Hier können Sie sich anmelden.

Ihr Lutherfinder Klaus Ahrendt

 

Foto: Johann von Brandenburg-Küstrin